Das Klima verhandelt nicht – Aktiver Klimaschutz in der Altmark

Der menschliche Einfluss auf den Klimawandel ist in der Wissenschaft seit Jahrzehnten bekannt. Die globalen Temperaturen sind gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter um 1 Grad Celsius gestiegen, weil die CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 280 ppm auf über 400 ppm angestiegen ist. Das Intergovernmental Panel on Climate Chance (IPCC) warnt, dass die aktuelle Klimapolitik zu einem Anstieg von über 3 Grad führen wird. Schon heute haben wir gehäuft Extremwetterereignisse mit dramatischen Folgen, wie den Dürresommer 2018, dessen Nachwirkungen noch immer spürbar sind. Um eine unkontrollierbare Erderhitzung mit nicht absehbaren Folgen zu verhindern, braucht es entschlossenes politisches Handeln auf allen politischen Ebenen. Die kommunale Ebene hat einen signifikanten Einfluss bei der Einhaltung der Klimaziele. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sehen daher auch die altmärkischen Landkreise und Gemeinden in der Verantwortung ihren Beitrag zum Pariser Klimaabkommen und zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels zu leisten.

Für uns BÜNDNISGRÜNE gehören der Ausbau erneuerbarer Energien und nachhaltige Mobilität zu unseren Kernanliegen.Wir haben gemeinsam mit Bürgerinitiativen den Bau des Steinkohle-Kraftwerks Arneburg, das CO2-Endlager bei Salzwedel verhindert und wehren uns gegen klimaschädliche Verkehrsprojekte. Die  Unterstützung der Forderungen, der vielen jungen Menschen von Fridays for Future, die auch in der Altmark konkrete Handlungsinitiativen von politischen Verantwortungsträger*innen einfordern, ist für uns daher selbstverständlich. Wir stehen für aktiven Klimaschutz in der Altmark.

Konkret fordern wir:

  • Alle kommunalen Entscheidungen am 1,5° Ziel prüfen
  • Feststellen und Einhalten eines kommunalen CO2-Budgets
  • Streichung von klimaschädlichen Geldanlagen und Investitionen der Kommunen und kommunaler Unternehmen und Sparkassen
  • Förderung von nachhaltigen Unternehmensstrategien und von Investitionen in diese
  • Kommunale Klimaschutz-Konzepte
  • Kommunale Klimakrisen-Konzepte z.B. für starke Hitzewellen
  • Umstellung der kommunalen Energieversorgung auf Erneuerbare Energien
  • Realisierung eines „Power to Gas“-Projekts zur Umwandlung von Strom aus Photovoltaik und Windkraftanlagen in Wasserstoff
  • Verbot von Fracking
  • Ausbau der Windenergie und eine stärkere kommunale Teilhabe an der Wertschöpfung der Windenergie
  • Ausbau der Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden und eine verpflichtende Installation von Photovoltaik bei Neubauten
  • Nachhaltige Verwaltung, beispielsweise durch Digitalisierung und nicht invasive Energiesparmaßnahmen
  • Erhalt aller Bahnlinien und -Haltepunkte, sowie Reaktivierung der stillgelegten Linien Salzwedel-Wittenberge und Salzwedel-Oebisfelde
  • Realisierung fehlender und Instandsetzung maroder Radwege
  • Schaffung von weiteren Fahrradabstellplätzen im öffentlichen Raum
  • Bau von Ladesäulen für E-Mobilität insbesondere für einen elektrischen ÖPNV
  • Schaffung von Car-Sharing-Angeboten in der Altmark
  • Ausbau des ÖPNV und Verzahnung der verschiedenen Verkehrsträger
  • Neu- bzw. Ersatzpflanzungen von Straßenbäumen, insbesondere, um eine sommerliche Überwärmung der Stadträume zu verhindern
  • Bodenversiegelung stoppen und -entsiegelung vorantreiben, um die Versickerungsrate zu erhöhen
  • Äcker und Grünland so bewirtschaften, dass die biologische Vielfalt erhalten bleibt
  • Nachhaltige Forstwirtschaft statt Fichten-Monokulturen
  • Schließung und Neubau-Verbot für industrielle Mastanlagen
  • Erstellen von Bildungs- und Aufklärungsangeboten

Beschlossen auf der Mitgliederversammlung am 23.11.2019 in Salzwedel.

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