Pressemitteilung: A14 Nordverlängerung – Die Altmark bleibt auf der Strecke

Folgende Pressemitteilung hat unser Osterburger Stadtrat David Elsholz herausgegeben:

Eine Autobahn spaltet die Menschen und Ihre Natur in der Altmark, es ging in den zehn Jahren, die ich jetzt in der Altmark lebe und mich politisch engagiere, nie darum eine Autobahn zu verhindern sondern eine nachhaltige und der Altmark mit ihrer landwirtschaftlich geprägten Struktur angepasste schnelle Verbindung von Schwerin nach Magdeburg.
Die A14 Nordverlängerung ist ein Ergebnis verfehlter Verkehrs- und Wirtschaftspolitik, der letzten 20 Jahre.
Unsere Region ist von einzigartiger Natur und Artenvielfalt geprägt, durchschnitten von großen zusammenhängenden Waldgebieten und landwirtschaftlich genutzten Flächen, sie endet in einer einzigarten Elbvorlandschaft mit ihren Auen und den wahnsinnig vielen Vögeln die dort leben und nisten.

Eine Autobahn der von Anfang an die höchsten Umweltschutzauflagen auferlegt wurden, da Sie durch eine solch sensible Region führt und bei der die oft schlampige Arbeit der Planer dazu führte, dass einzelne BürgerInnen und auch immer wieder Umweltverbände und Politik, darauf aufmerksam machen mussten, dass die Auflagen auch umgesetzt werden. Eine Autobahn die von Anfang an dazu verdammt ist ein viel zu Teures Prestigeprojekt zu werden.
Spätestens jetzt hätten die Planer sich auch um Alternativen bemühen müssen, was jedoch nie wirklich umgesetzt wurde, trotz Einwendungen von betroffenen BürgerInnen und Politik.
Jetzt kommen wir zu den Wahrheiten hinter der Autobahn, die Befürworter der A14 wollen die Stimme der schweigenden Mehrheit sein und sind doch die laute Minderheit der verfehlten Wirtschafts- und Verkehrspolitik, hin zu immer mehr Güter- und Individualverkehr auf den Straßen, die Mensch und Natur immer weiter verdrängt und überrollt.

Die Mehrheit in der Altmark hat sich, Ja, eine gute und schnelle Verbindung Richtung Ostsee gewünscht, die nicht zu kostenintensiv ausfällt und die Menschen entlastet.
Keine durch Fehlplanung und immer wieder durch Ignoranz, nicht umgesetzter Einwendungen, betroffener Gemeinden. Wir sprechen seit Jahren über den Klimawandel und dessen Folgen, selbst in den Kommunen ist das Thema immer Wichtiger geworden, wir haben erkannt das wir nur mit Energiewende und Veränderungen in unseren Lebensgewohnheiten etwas erreichen können. Wie Passt da ein solches Infrastrukturprojekt hinzu!?

Unsere Gemeinden wollen Fahrradfreundlich sein, den sanften Tourismus fördern, es entstehen Ladesäulen für den Radtourismus und auf der anderen Seite möchten alle, an der Autobahn liegenden Gemeinden, von der A14 profitieren. Planen Gewerbegebiete oder Autohöfe und die Frage bleibt: Wer soll da plötzlich alles kommen!? Hier werden weiter Flächen versiegelt, Natur unwiederbringlich zerstört und Landwirtschaft verdrängt.

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