Pressemitteilung: A14 Nordverlängerung-Altmark

Folgende Pressemitteilung hat unser Osterburger Stadtrat David Elsholz herausgegeben:

Eine Region die sich abgehängt fühlt und eine große Zahl Menschen die sich deswegen an eine
Autobahn klammert!

Aber warum ist das so, wenn wir Ehrlich sind wurde diese Region nördlich von Magdeburg immer
stiefmütterlich behandelt, keine Ideen für wirtschaftliche Weiterentwicklung und teilweise nur
kommunale Verwaltungspolitik.
Diese Situation in Stärke umbauen und innovativ eigene Ideen entwickeln. Mehr auf das setzen was
man hat, ein schwieriges Thema, in einer Region die geprägt ist von weiträumiger natur- und
landwirtschaftlicher Struktur.

Eine Entscheidung die auf Bundes- und Landesebene getroffen wurde, hin zu einer maximalen
Zerstörung einzigartiger Wald- und Naturschutzgebiete sowie Biosphärenreservat Elbe. Schon
damals war das höchst umstritten und das wussten auch die Befürworter und Planer der Autobahn.
Deswegen haben wir jetzt die grünste Autobahn Deutschlands und bis dahin war es bekanntermaßen
ein langer weg.
Und jetzt kommt die Fragen aller Fragen: „War die Entscheidung zum Bau dieses
Infrastrukturprojektes nicht schon damals fahrlässig und falsch !?“
Keiner weiß ob sich die wirtschaftliche Entwicklung der Region wirklich verbessert, durch den Bau
der A14 Nordverlängerung. Die Verkehrszahlen wurden deutlich reduziert und haben schon damals
nicht wirklich überzeugt, außerdem haben auch immer schon direkt betroffene BürgerInnen gegen
die Autobahn aufbegehrt.

In den Jahren ist das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit, zum Glück, immer mehr in den
Vordergrund gerückt und nun ist es auch nach höchstrichterlicher Entscheidung klar, wir müssen
gerade auch solche Infrastrukturprojekte, auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz prüfen!
Politische und auch demokratische Entscheidungen müssen es aushalten dass man sie auch neu
denken darf und korrigieren können muss.
Leider zeigt es sich wieder mal wie schwer der Diskurs werden kann, hier wird bei dem Thema voll
auf Eskalation gesetzt, als das sachliche Gespräch zu suchen. Hier wird durch hetzerische
Kommentare und Anfeindungen gegenüber den Kritikern und den Aktivisten zu mehr Provokation
aufgerufen.

Selbst kommunalpolitische Akteure und sogar ein Landtagsabgeordneter distanzieren sich nicht
deutlich zum Aufruf von Hetze und Gewalt, so das sogar Facebook regulierend eingreifen musste.
Da hilft es auch nicht wenn der Landrat und Landkreis mit einem großen Polizeiaufgebot auftritt
und die Campbewohner auffordert das Camp binnen 5 Tagen aufzulösen und sich dann im
Anschluss darüber beschwert, dass sich in einer Pressemitteilung der Kritiker, der Vorwurf der
Androhung durch polizeiliche Räumung befindet. Wenn ich mit Polizei bei friedlichen Aktivisten
auftrete wird dieser Eindruck natürlich bestärkt!
Ich begrüße außerordentlich das Angebot, dass sich der Landrat Patrick Puhlmann für Gespräche
bereit erklärt hat und hoffe auf eine Sachliche und friedliche Lösung. Im Einklang aller Beteiligten,
für mehr Klimaschutz und eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur für alle AltmärkerInnen.

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